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Die Norddeutschen Apfeltage 2020
haben wir schweren Herzens wegen der
Covid-19-Einschränkungen
für Großveranstaltungen abgesagt.


Danziger Kantapfel


...und so finden Sie den Loki-Schmidt-Garten!


Liebe Freund*innen der Norddeutschen Apfeltage und des Sommerausklangs im Botanischen Garten,

für das Wochenende 26. und 27. September 2020 standen die Norddeutschen Apfeltage und der Sommerausklang im Botanischen Garten in unserem Jahresprogramm.

Bis jetzt haben wir die Entscheidung, ob diese Großveranstaltung in diesem Herbst stattfinden kann, vor uns hergeschoben – vielleicht in der Hoffnung auf ein „Wunder“.
Schweren Herzens haben wir uns nun entschieden, die Norddeutschen Apfeltage und den Sommerausklang 2020 abzusagen.

Die Entscheidung war jetzt notwendig, weil dringend Aufträge vergeben und Verträge geschlossen werden müssten, die Kosten verursachen, die auf jeden Fall anfallen würden.

Den letzten Ausschlag für unsere Entscheidung hat aber gegeben, dass die dem Infektionsschutz dienenden Kontakteinschränkungen, Kontaktverfolgungen, Hygienemaßnahmen etc. dem zentralen Anliegen von Apfeltagen und Sommerausklang komplett entgegenstehen, nämlich unserem Wunsch, miteinander in Kontakt zu kommen, viele und intensive Gespräche zu führen, besondere Obstsorten durch Schnuppern, Anfassen und Schmecken aus nächster Nähe kennenzulernen usw.

All das können wir uns nicht mit Mund-Nasen-Schutz, einem Mindestabstand von 1,5 m und drastischen Zugangsbeschränkungen zu Ausstellung, Ständen und WCs vorstellen. Einmal ganz abgesehen von der praktischen Umsetzung und deren Kontrolle sowie Finanzierung bei bis zu 10.000 Gästen.

Vor diesem Hintergrund würden weitere Lockerungen von Seiten der Politik unsere Lage sogar eher erschweren, da sie die Akzeptanz der Besucherinnen und Besucher deutlich mindern würden – nicht aber unser Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit und das Wohlergehen aller Teilnehmenden, von den Ausstellern bis zu den Besucherinnen und Besuchern.

Besonders schwer haben wir uns mit der Entscheidung getan, weil wir wissen, dass viele Aussteller*innen – vor allem nach den drastischen Auswirkungen der Corona-Pandemie – auf Feste wie dieses angewiesen sind – wirtschaftlich oder weil sie eine der wenigen Möglichkeiten sind, z.B. die Ernte von Streuobstwiesen angemessen zu vermarkten oder Mitstreiter für den Erhalt alter Obstsorten zu gewinnen.

Wir hoffen jetzt sehr, dass wir die Apfeltage und den Sommerausklang im Herbst 2021 wieder alle miteinander feiern können – insbes. weil der Botanische Garten im nächsten Jahr sein 200jähriges Jubiläum hat und der Pomologen-Verein seinen 30. Geburtstag mit dem europäischen Apfelfestival Europom feiern möchte.

Im Namen der Veranstalter
Ulrich Kubina

 


 

Alte Sorten - neu entdeckt!

 

Grußwort von Loki Schmidt †

"Ich habe mich gefragt, warum wir eigentlich die Norddeutschen Apfeltage feiern, wenn wir in unseren Gärten doch auch Kirschbäume, Birnen- und Pflaumenbäume finden? Ist es vielleicht gerade der Apfel, der uns als erstes in den Sinn kommt, weil wir ihn schon aus unseren Kindheitserinnerungen kennen?
Unter dem Apfelbaum liegen und zwischen den Zweigen hindurch die Wolken beobachten, in den Apfel beißen, mal sauer, mal süß, mal leuchtend grün, dann wieder feuerrot. Apfelmus auf Pfannkuchen und Apfelkuchen mit Sahne im Sommer, danach wieder die heißen Bratäpfel im Winter. Er ist einfach überall der Apfel, alle Generationen kennen ihn. Während heute auch Mangos und Kiwis den Markt erobert haben, bleibt der Apfel doch immer der bekannteste unter den Früchten, der Allgegenwärtige sogar. Von dem ersten Apfel in der Brottasche für den Weg zum Kindergarten bis zum eigenen gepflanzten Apfelbaum im Garten ist er immer dabei und selbstverständlich geworden. Gerade aber was Selbstverständlich erscheint, darf nicht aus dem Blickwinkel geraten und deshalb meine ich, muss unser Apfel mit seinem alltäglichen Dasein in den Mittelpunkt gerückt und in seiner Vielfalt unterstützt werden, damit noch viele Generationen die unterschiedlichsten Sorten probieren können und immer einen Platz unter dem Apfelbaum finden können."